Ich habe versucht, den Masstab einigermaßen zu übertragen; 1,5 Pixel entsprechen ca. 1mm.














Betakassetten findet man hier und da noch in großen Kaufhäusern, z.B. Horten. Auch im Conrad-Katalog 2005 gibt es noch L-750 Betakassetten (345458-14) für 7,75 € das Stück zu kaufen. (Fast einen Euro billger als vor 2 Jahren)
Günstiger bekommt man die Kassetten bei Online-Auktionen. Hier sind zwar meistens nur gebrauchte im Angebot, doch hier und da gibt es auch neue.
Mittlerweile sind die Betamax Kassetten im Handel so gut wie nicht mehr zu finden. Auch Conrad hat keine mehr im Angebot...
Dank einem Tipp von Herrn Simon, kann ich folgenden LINK zur verfügung stellen. Hier gibt es noch Betamax Kassetten!!
Eine andere Möglichkeit sind Betacam-Kassetten, allerdings sollte man nur Kassetten mit dem reinem Betcam-Logo verwenden (Eisenoxyd, Chromdioxyd... Hauptsache Oxyd). Kassetten mit SP im Logo oder andere Metallband-Versionen, wie z. B. Digital Betacam, verursachen einen höheren Kopfverschleiß; das habe ich zumindest mal irgendwo gelesen. Der Vorteil: die von mir getestete Betacam-Kassette HG-20 von Sony (entspricht einer L-500) bringt auf dem SL-HF950 im SUPER BETA PRO Modus sehr gute Ergebnisse und ist somit ein guter Ersatz für die schwer zu bekommenen PRO-X-Kassetten.| Hersteller | Bezeichnung |
|---|---|
| 3M | PB10?, PB20, PB30? |
| AGFA | BTC5, BT10, BTC20 |
| BASF | BETACAM 10, 20, 30 |
| Eastman Kodak | PB-10?, PB-20, PB30? |
| FUJI | H321 10, 20, 30 |
Eine andere, allerdings aufwendigere Methode ist, das Band einer schlechten Betakassette gegen das Band einer neuen VHS-Kassette auszutauschen. Da der Wickeldorn einer Betakassette auch in VHS Recordern funktioniert, kann man sich die Sache leicht machen. Durch geschicktes Umkleben des Bandes und Austauschen der Spulen kann man das Umspulen des Bandes einem VHS-Rekorder überlassen (für irgendwas müßen die ja gut sein ;-). Dabei sollte man das Metallvorspannband natürlich in der Betakassette lassen. So kann man z.B. mit einer E-300 eine "L-960" herstellen; die bringt es immerhin auf etwas über 4 Std. Spielzeit. Und läuft in meine Recordern problemlos. Nur die Bandanzeige des SL-C9E kann mit dem dünnen Band nichts anfangen und zeigt mist an.
Als Etikettenersatz eignen sich Diskettenetiketten die man rechts oder links um ca. 5mm abschneidet.
Apropos Metallvorspannband: die ersten Betakassetten hatten immer silbernes Vorspannband. Die späteren von SONY haben verschiedene Farben, die anscheinend die Banddicke angibt, wobei rot für 20µm, grün für 16µm? (eher 14,5µm) und blau für 13µm steht.
| Typ | Farbe | Laufzeit PAL/SECAM | Bandlänge in Meter | M. Zählwerk ca. SLO-325 | M. Zählwerk ca. SL-C5 | M. Zählwerk Fisher VBR-330 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| L-125 | rot | 30min | 42 | 220 | 221 | 429 |
| L-250 | rot | 65min | 78 | 379 | 380 | 824 |
| L-370 | rot | 95min | 114 | 715 | 718 | 1535 |
| L-500 | rot | 130min | 150 | 873 | 875 | 1944 |
| HG-20 | rot | 130min | 150 | 873 | 875 | 1944 |
| L-750 | grün | 195min | 222 | 1269 | 1270 | 2813 |
| L-830 | blau | 215min | 246 | 1422 | 1425 | 3009 |
| L-960 | eigenbau | 250min | ca. 280 | 1578 | 1581 | 3329 |
Angeregt durch Kai, kam ich auf eine Idee von früher. Ein Computerprogramm, dem man den Zählwerkstand eines mechanischen Zählwerks eingibt und bei dem als Ergebnis die Spielzeit herauskommt. So kann man feststellen, wieviel noch auf die Kassette paßt. Vor knapp 20 Jahren hielt ich es noch für unmöglich, doch nun habe ich es geschafft. Zaelwerk.zip Rechnet den Zählwerkstand in PAL / SECAM-Laufzeit. Die Restzeit-Funktion ist nun auch eingebaut. Leider kann es sein, daß das Programm nicht genau rechnet, weil die Kassetten und Bandstärken von Hersteller zu Hersteller leicht abweichen. Auch gibt es, wie oben angedeutet, verschiedene L-830-Bandstärken bei SONY Kassetten.
Manche alte Kassetten leiden leider unter "Beschichtungsschwund"; anscheinend löst sich hier das Bindemittel auf, was dazu führt, daß sich beim Abspielen die Videoköpfe mit dem Bandabrieb zusetzen und das Bild im Rausen verschwindet. Hier hilft nur eine Videokopfreinigung. Das sollte aber nur von Personen gemacht werden die sich damit auskennen, denn bei unsachgemäßer Reinigung kann der Videokopf zerstört werden. Sollte die Kassette wichtigen Inhalt haben, so kann man versuchen, sie zu kopieren. Das Problem ist aber die ständige Kopfverschmutzung. Vielleicht kann man sich ja aus dünnem Filz einen Überzieher für den Löschkopf bauen; das habe ich zwar noch nicht ausprobiert, könnte aber funktionieren. Die schlechte Kassette eignet sich nur noch für die Wiederbefüllung oder die Mülltonne.Ein anderes Problem tritt nun auch vermehrt auf. In den Kassetten befinden sich am Band ein und Auslauf jweils eine art "Spanner". Diese sind am Kassettenghäuse nur angeklebt. Leider lösst sich mit dem Alter der Kleber und es kann passieren, das der Spanner am Band kleben bleibt und so die Kassette verlässt. Hier kann der Spanner schäden am Recorder veruhrsachen. Ich werde mal ein paar Bilder machen.
Bei Video2000-Kassetten sieht es mit Neuware schon erheblich schlechter aus. Mir ist seit Jahren keine mehr im Einzelhandel untergekommen. Aber auch hier wird man bei Online-Auktionshäusern fündig.
Auch könnte man das Bandmaterial gegen VHS-Material austauschen. Zu beachten ist, daß bei Video2000 die Bandendeinformation auf der Rückseite des Bandes angebracht ist und daß man diese nicht versehentlich mitabschneidet.
1) Danke Nicole für das Bild und die Daten der CVC-Kassette.
2) Danke Andreas Schüssele für die VCR- und U-matic-Kassetten.
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