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Hier entsteht die PCM Ecke rund um den PCM-F1E

Sony SL-F1

Die PCM-Prozessoren oder PCM-Adapter wurden seinerzeit entwickelt, um ein aufnahmefähiges digitales Medium anbieten zu können. Da bei PCM-Audio eine für damaliger Verhältnisse (ca. 1977) hohe Datenmenge anfiel, suchte man ein günstiges Aufzeichnungsgerät. So entstanden die PCM-Prozessoren. Diese erzeugten aus dem Audiosignal ein digitales Tonabbild, das sie in ein Videosignal verpackten und so mit relativ günstigen Videorekordern aufgezeichnet werden konnte.
Auch für die Audio-CD Master-Herstellung wurden PCM-Prozessoren verwendet. Meist waren das U-Matic-Geräte mit passenden Profiprozessoren, z.B. PCM 1600, PCM 1620 und PCM 1630.
Zur professionellen Aufzeichnung wurden meist NTSC-Videorekorder und dazu passende Prozessoren benutzt. Hier gab es (angeblich) weniger Probleme mit Droup-Outs. Da die Kopfgeschwindigkeit bei NTSC um einiges höher ist als bei PAL, kann das schon sein.
Damit man den heimischen PAL-Rekorder verwenden kann, gab es dann auch PAL-/SECAM-Prozessoren. Im Moment bin ich "nur" im Besitz einer PAL-Variante und kann so selbst keine Vergleiche anstellen. Allerdings läuft die Kombination aus PCM-F1 und SL-F1E selbst mit uralten Kassetten echt super. Wenn man bedenkt, daß die Kombination gute 25 Jahre auf dem Buckel hat und der F1 nur eine neue Kopfscheibe und Andruckrolle bekommen hat, läßt das trotzdem die meisten DAT-Rekorder alt aussehen - na ja, vom Gewicht einmal abgesehen.

Prozessoren:

PCM-1

Wohl der erste PCM-Prozessor für zu Hause. Meines Wissens nach nur in NTSC erschienen? Er stammt aus dem Jahr 1977.

PCM-F1





Technische Daten:

Audio
2 Kanäle
Samplingfrequenz: PAL/SECAM: 44,1kHz | NTSC: 44,056kHz
Auflösung: 14 oder 16 Bit
10-20.000Hz +/- 0,5dB
86db bei 14 bit
90dB bei 16 bit
80dB Kanaltrennung
Stromversorgung
12V
17W
Über 5 Pol Din Sony Stecker oder NP-1 Akku


Die PCM-F1E in PAL/SECAM erschien ca. 1982. Die NTSC-Variante PCM-F1 kam 1981 auf den Markt.
Unterscheiden kann man die Geräte an dem PAL-/SECAM-Schriftzug auf der Frontblende. Die NTSC-Variante heißt schlicht PCM-F1. Die Abbildung im Prospekt (siehe oben) ist somit falsch.
Zum PCM-F1E (PAL/SECAM) paßt der SL-F1E oder SL-F1F
Die SL-F1 oder SL-2000 (NTSC) passen zur PCM-F1 (NTSC)
Das zum PCM-F1 gehörende Netzteil ist das AC-700. Es sieht zwar auf den ersten Blick dem AC-F1E des SL-F1 sehr ähnlich, allerdings hat es kein Schaltnetzteil und ist so um einiges schwerer. Anscheinend traute man nur dem Standardnetzteil eine rauschärmere Versorgung zu, was wohl besser für den Klang ist. Leider hat das AC-700 bedingt durch den enormen Trafo keinen eingebauten Ladeschacht.
Zum Lieferumfang gehört auch der Video-Adapter VMC-110C um den PCM-F1 an den SL-F1 anzuschließen.



Wie die SL-F1 kann der PCM-F1 mit einem NP1-Akku versorgt werden und kann daher auch an Orten ohne Stromversorgung eingesetzt werden.
Der PCM-F1E war wohl so beliebt, daß er 1988 neu aufgelegt wurde. Ich hatte letztens einen PCM-F1E in der Werkstatt, hier wahren die ICs für die PAL variante manuell nachbestückt. Ob das einer der Neuaflage war?

PCM-701

Der PCM-701 war der erste Prozessor mit einer Breite von 43cm (sog. HiFi-Raster) und nur für den Heimbetrieb gedacht. Er kam 1985/86 auf den Markt.

PCM-501

Beim PCM-501 handelt es sich um die abgespeckte Variante des PCM-601 ohne digitale Ein- und Ausgänge. Er stammt aus der Zeit von 1987/88.

PCM-601



Der PCM-601 war der einzige Konsumerprozessor mit digitalen Ein- und Ausgängen und wurde ebenfalls 1987/88 auf den Markt gebracht.

Signalverlauf und ein paar Tipps:

Die Aussteuerungsanzeige funktioniert nur wenn ein PCM-Videosignal am Video Eingang des Prozessors anliegt.

Grober Signal verlauf:

Audio Quelle
Audio in Prozessor
Video Out Prozessor
Video In Recorder
Recorder steht auf Line
Video Out Reorder
Video In Prozessor.
Pegelanzeige.
Audio Out Prozessor.

Ich habe einen PCM-F1E und hab ihn an einem C9 am laufen gehabt. Ich hatte eine recht alte Kassette drinnen und es lief recht gut. Wenig Aussetzter mit 16 Bit. Bei 16 Bit werden für die 2 Bit mehr, Teile der Fehlerkorrektur geopfert. Daher kommt der Prozessor bei schlechten Kassetten mit 14 Bit besser klar.

Wenn der SL-C9 auf PCM steht ist der Dropoutcompensator aus. Beim vielen Betarecordern und VHS geht das nicht. Kompensierte Dropouts kann der Prozessor schlecht verdauen. Der beste Recorder für PCM ist der SL-C9 oder SL-F1. Beim 950er ist bei X1 der Kompensator auch aus. Vielleicht geh es bei ihm damit besser. Hab ich allerdings noch nicht versucht.

Wenn ich den Schaltplan richtig interpretiere kann man den PCM-F1E auf NTSC um bauen, später mehr.
Ich bin gerade an einem digitalen SPDIF Ausgang für den PCM-F1 am basteln. Der Erste Prototyp ist fertig und funktioniert.
Nun ist auch die Erste Platine fertig und funktioniert. Der digital SPDIF-Ausgang ist optisch angelegt.


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Stand 05.01.2011

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Ich habe das alles selbst ausprobiert und es funktioniert ohne Probleme.
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